Demongirl
Bachelorarbeit von Janis Frank
Auf den ersten 18 Seiten des Comics wird die Leserschaft unvermittelt in eine actiongeladene Situation geworfen. Die Protagonistin, das Demongirl, betritt eine kleine Kirche inmitten eines düsteren Waldes. Ein boshafter Priester hält dort eine Messe ab und vergiftet die Köpfe seiner Zuhörenden. Das Demongirl entlarvt ihn jedoch schnell als das, was er ist: ein niederträchtiger Dämon aus den hintersten Winkeln der Hölle. Ein blutiger Kampf bricht aus, aus dem die Protagonistin siegreich hervorgeht. Mit diesem Cold-Open soll die rezipierende Person möglichst schnell und entkoppelt von größeren inhaltlichen Erzählungen auf die Tonalität des Comics eingestimmt werden.
Visuell wurde die Szene in einem eher westlich anmutenden Artstyle umgesetzt, ohne dabei die tiefe Leidenschaft zu Anime und Manga sowie deren Einflüsse zu verbergen. Besonders in der Farbgebung, oder vielmehr im Fehlen dieser, wurde versucht, Klarheit und Einfachheit zu erzählen, um ein möglichst übersichtliches und sauberes Lesegefühl zu ermöglichen. Durch Akzentfarben konnte einem zu monotonen Artstyle entgegengewirkt werden.
In der begleitenden Bachelorthesis werden die Hintergründe der Arbeit beleuchtet: von Inspirationen und Beweggründen über die Arbeitsweise bis hin zu einem Fazit. Dabei wurde nicht nur deskriptiv über das Projekt berichtet, sondern auch ergründet, was dem Autor an dem Stoff persönlich wichtig ist. Ein weiterer Aspekt war das Herausarbeiten und Beantworten von Fragen, das Dokumentieren von Misserfolgen sowie das Aufzeigen von Lösungswegen für die Zukunft. Die während der Produktion gesammelten Erfahrungen wurden gebündelt und reflektiert, da das Bachelorprojekt nicht als Mittel zum Zweck verstanden wird, sondern als Möglichkeit, an Hindernissen und Erfahrungen zu wachsen.

