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Zeitbasierte Medien - Hochschule Mainz

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Projekt · Animation

Die Drachen zum Leben erwecken

Bachelorarbeit von Anna Clara Schött

Die Drachen zum Leben erwecken

Die Drachen in George R. R. Martins Werken gehen weit über ihre Existenz als Fantasiewesen hinaus. Sie fungieren als zentrales Erzählelement, das nicht nur die Handlung vorantreibt, sondern auch tief in psychologische und kulturelle Mechanismen der Zuschauer eingreift. Stärke, Macht, Neid, Überlegenheit, Faszination und Ehrfurcht stellen häufig große Motive in menschlichen Konfliktgeschichten dar, wobei die Figur des Drachen traditionell als Symbol dieser Eigenschaften dient. Die Arbeit untersucht, wie Martin gezielt narrative, ästhetische und psychologische Charakterisierungen sowie kulturelle Aspekte einsetzt, um emotionale Wirkung zu erzielen. Von besonderem Interesse ist dabei, wie diese Elemente in der literarischen Vorlage angelegt und später in den visuellen Darstellungen von Game of Thrones und House of the Dragon mittels 3D-Computergrafik umgesetzt wurden. Die verschiedenen Drachentypen in Film und Fernsehen werden definiert und miteinander verglichen, da dieses Motiv bis heute große Beliebtheit genießt. Im Fokus steht die naturalistische Darstellung des fiktiven Drachen in Game of Thrones sowie die Analyse potenzieller anatomischer und morphologischer Parallelen zu heute noch lebenden Tierarten wie Fledermäusen, Echsen und weiteren möglichen Verwandten. In der praktischen Arbeit werden die herausgearbeiteten Merkmale in einem 3D-Modell eines Drachen umgesetzt und angewandt.