Glitching Through Time
Bachelorarbeit von Onur Cosgun Talay
Glitching Through Time ist ein animiertes Kurzprojekt, das sich mit visuellen Wandlungsprozessen innerhalb der digitalen Spielästhetik beschäftigt. Im Zentrum steht Nova, eine Spielfigur, die ungewollt durch verschiedene grafische Zeitepochen der Videospielgeschichte reist. Jede Szene stellt eine eigenständige Ära dar – vom reduzierten 8-Bit-Look über 16-Bit-Sprites bis hin zur Low-Poly-Ästhetik früher 3D-Spiele. Die stilistischen Wechsel vollziehen sich nicht durch klassische Schnitte, sondern durch gezielte visuelle Störungen: Glitches, Portale und andere digitale Artefakte werden zum zentralen erzählerischen Mittel. Diese animierte Reise versteht sich als Hommage an vergangene Game-Design-Traditionen und hinterfragt zugleich, wie visuelle Brüche und Fehler als kreative Chance genutzt werden können. Das Projekt verbindet moderne Motion-Design-Techniken mit historischen Grafikstilen und zeigt, dass Nostalgie nicht rückwärtsgewandt sein muss, sondern durchaus zukunftsweisend wirken kann.


